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Hilfe! Lausalarm!

Kopflaus

Pediculus humanus capitis

 

Die Kopflaus ist ein flügelloses Insekt, das auf Menschen lebt. Es ernährt sich vom Blut ihrer Wirte.

 

Ihr Lebenszyklus beginnt mit dem befruchteten Weibchen, das ihre Eier (Nissen) an die Haare direkt über der Kopfhaut anklebt. Die Eier sind sehr robust, der Kleber wasserunlöslich. Die Eier entwickeln sich  innerhalb der nächsten 7-10 Tagen zu Nymphen. Diese sind etwas kleiner als die Laus selbst, sehen aber im Prinzip schon so aus.

Nach weiteren 8 bis 10 Tagen sind die Läuse geschlechtsreif und der Zyklus beginnt von Neuem. Eine Laus kann bei guten Bedingungen bis zu 4 Wochen leben.

Ein weibliches Tier legt im Laufe ihres Lebens zwischen 150 bis 300 Eier.

Läuse werden nur durch Kopf zu Kopf Infektion übertragen. Sie dehydrieren (verdursten) relativ rasch. Wenn sie nicht alle 2-4 Stunden Blut saugen können, sterben sie spätestens in 48 Stunden.

Als Infektionsherde gelten vor allem Gemeinschaften von Menschen auf engem Raum, z.B.: Schulen, Horte, Kindergärten. Öfter als Jungen sind Mädchen betroffen. Das hat die Ursache darin, dass Mädchen die Köpfe enger zusammenstecken als Jungs! Die Übertragung funktioniert direkt von Haar zu Haar. Die Laus kann sich sehr gut mit ihren Klauen an den Haaren festhalten und von einem zum anderen Haar mit einer Geschwindigkeit von 23 cm/Minute (das sind immerhin 13,8 km/h) wechseln!

 

 

Wie erkennt man einen Lausbefall?

Juckreiz: Da Läuse mit ihren Speichel Stoffe übertragen, auf die unser Immunsystem reagiert, bekommen Menschen einen starken Juckreiz. Bei der ersten Infektion kann diese Reaktion aber bis zu 5 Wochen dauern. Bei jeder weiteren Infektion tritt der Juckreiz dann sehr rasch auf (innerhalb 48 h).

Betroffene Stellen: Da Läuse Wärme und Feuchtigkeit bevorzugen und viele Haare brauchen, sind Stellen wie Schläfen, Nacken und hinter dem Ohr besonders betroffen. Aufhalten kann sie sich aber überall am Körper wo Haar sind (Bart, Achselhöhlen, Augenbrauen).

Das Erkennen von Läusen selbst ist relativ schwierig, da  sie durchscheinend und im ausgewachsenen Zustand nicht größer als ein Zündholzkopf sind. Bei braunem und rotem Haar ist es schwieriger, bei blondem Haar etwas leichter, da man mit Blut vollgesogene Tiere leichter erkennt.

Die Nissen sind einfacher zu erkennen und leicht von Schuppen zu unterscheiden, da sie sich weder auswaschen noch auskämmen lassen.

Wie lange der Befall schon existiert, kann man indirekt nachvollziehen. Die Weibchen kleben die Eier direkt über die Kopfhaut. Je nach der Entfernung von der Kopfhaut, kann man das Alter der Nisse bestimmen (juveniles Haar wächst ungefähr 1 cm pro Monat). Sind die Eier weiter als einen Zentimeter entfernt, geht keine Gefahr mehr von ihnen aus.

 

Behandlung:

Erste Hilfe ist sicher der Lauskamm (Zinken sollten nicht weiter als 0,2- 0,25 cm auseinander stehen). Man wäscht das Haar mit normalem Shampoo und gibt eine Pflegespülung hinein. Dann wird Strähne für Strähne von Ansatz bis zu den Spitzen durchfrisiert. Nach jedem Strich sollte der Kamm auf einem Blatt befeuchteter Küchenrolle abgewischt werden. Diese Methode ist nicht zu 100 Prozent sicher, aber es hilft die Infektion im Zaum zu halten.

 

Lokale Anwendung von Lausmitteln:

Chemische Methode: Es gibt Stoffe, die das Nervensystem der Läuse angreifen und sie damit töten (z. B. Pyrethroide, Carbamate). Die Eier bleiben aber größtenteils unversehrt. Dadurch ist meist eine weitere Anwendung in 5 bis 10 Tage nötig. Dennoch haben sich in letzter Zeit viele Resistenzen entwickelt und die Anwendung wird immer häufiger in Frage gestellt. Zusätzlich können solche Mittel eine Chrysanthemenallergie verstärken oder auslösen.

 

Physikalische Methode: es handelt sich dabei um Silikonöl (Grundgerüst aus Silizium und Sauerstoff) oder ähnlich feine Öle. Ihre Oberflächenspannung ist so gering, dass es die Laus und auch die Nissen in sekundenschnelle mit einem dünnen Film überzieht. Es dringt auch in die kleinsten Öffnungen sofort ein und verschließt bei Laus und Nisse die Atemöffnungen. Es gibt  keine Resistenzen. Dennoch ist Vorsicht geboten, da diese Öle auch entflammbar sind. Die Anwendung ist einfach und richtet sich nach dem verwendeten Öl. Die Einwirkzeit ist strikt einzuhalten!

Im Normalfall reicht eine 1x Behandlung aus!

 

Pflanzliche Mittel: Sie sind meist sehr komplex zusammengesetzt. Typischerweise bestehen sie aus aetherischen Ölen und Fettsäuren (z.B.: Einige bestehen aus einer Kombination von Kokosfett, Yang-Yang- und Anisöl, andere aus Neemsamenöl). Bei empfindlichen Personen können die hochwirksamen Öle die Haut reizen.

 

Zusätzliche Tipps:

Zur Vorbeugung Haare mit Weidenrindenshampoo, speziellen Schutz Shampoos gegen Läuse oder  Protect Sprays behandeln!

Nissen lassen sich leichter auskämmen, wenn man vorab eine Essigspülung macht. (1 Teil Essig, 2 Teile Wasser, einige Minuten einwirken lassen)

Kämme und Brüsten gründlich säubern.

Menschenläuse leben auf Menschen, daher müssen Haustiere nicht mitbehandelt werden!

Vorbeugung und behandlung grippaler Infekte

Was kann man gegen grippale Infekte tun?

 

Vorbeugen ist noch immer besser als behandeln! Wenn sich im Umfeld, in der Schule, der Familie oder unter den Kollegen die Viren ausbreiten, wird’s spätestens Zeit sich etwas Gutes zu tun.

Da Viren durch Tröpfcheninfektion verbreitet werden, ist es wichtig sich von ihnen fern zu halten. Händewaschen mit Seife oder mit Desinfizieren der Hände mit flüssigen Mitteln ist leicht gemacht und verringert das Ansteckungsrisiko erheblich.

Leichte Bewegung an der frischen Luft, wie kurze Spaziergänge aber auch leichte Sportarten werden selbst bei Erkältungen empfohlen. Täglich mehrmals kurz die Fenster öffnen und gut Lüften trägt zu einem gesunden Raumklima bei.

Da die Luft im Raumdurch Heizen oft trocken ist und die Luft draußen meist auch sehr trocken ist, weil kalte Luft nur wenig Feuchtigkeit halten kann, sollte man dafür sorgen, dass die Raumluft ausreichend Feuchtigkeit beinhaltet.

Aetherische Öle sind eine perfekte Ergänzung, da sich verschiedene Wirkungen entfalten können.

Nasenspülungen sind ein probates Mittel um den Viren den Eintritt in den Körper zu erschweren.

 

Hat einen ein grippaler Infekt doch niedergestreckt, so muss man die Symptome bekämpfen und das Immunsystem stärken. Je nachdem wie sich die Erkältung äußert werden Hustensäfte, Schleimlöser, Reizstiller, Lutschtabletten, Schmerzstiller und /oder Fiebersenker verabreicht. Tees, homöopathische Mittel und Schüsslersalz sind eine tolle Ergänzung.

Fürs Immunsystem gibt es Unterstützung mit Vitaminen, Mineralstoffen, aber auch mit pflanzlichen Säften, Tropfen oder Tabletten, die Ihr Abwehrsystem anregen.

Wichtig beim ersten Auftreten der Symptome ist eine Unterscheidung ob es sich um eine Erkältung (grippaler Infekt) oder um eine richtige Grippe (Influenza) handelt. Die Influenza gehört auf jeden Fall zum Arzt. Sie ist sehr infektiös und kann vor allem in den ersten Tagen noch mit antiviralen Mitteln behandelt werden. Zusätzlich ist die Wahrscheinlichkeit einer Komplikation (z.B.: Lungenentzündung) wesentlich höher.

 

Grippale Infekte kündigen sich meist einige Tage vor dem Ausbruch schon an. Man ist müde, Abgeschlagenheit macht sich breit, Gliederschmerzen beginnen, die Nase kitzelt, der Hals wird rau, Fieber tritt meist nicht oder nur mit erhöhter Temperatur auf. Diese Art von Infektion wird von vielen verschiedenen Viren ausgelöst und kann uns mehrmals im Jahr, auch im Sommer heimsuchen.

Die echte Grippe wird von nur wenigen Viren (Influenza A und B) ausgelöst. Der Beginn überfällt einen meist. Hohes Fieber, gleich begleitet von starkem Krankheitsgefühl, sollte bei jedem Patienten die Alarmglocken schrillen lassen.

Antibiotika, die man noch vom letzten Mal zu Hause hat, sollte man besser nicht so einfach einsetzen, da grippale Infekte ja bekanntlich nicht durch Bakterien ausgelöst werden, sondern von Viren. Sie wirken nicht gegen die Erkältung, schädigen aber definitiv die Darmbakterien, die wiederum für das Immunsystem mitverantwortlich sind. Also Hände weg! Kommen Sie in die Apotheke und holen Sie sich kompetenten Rat!